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SCHMERZPRAXIS |
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BEINSCHMERZ
Hinter der Beschwerdeangabe "(chronischer) Beinschmerz" können sich vielfältige Erkrankungen verbergen.
1) Beinschmerz der von Blutgefäßen (Schlagadern, Adern) ausgeht.
Beinschmerz bei
arteriellen (=
die Schlagadern betreffende)
Erkrankungen:
Arterielle Durchblu
tungsstörungen
können sowohl organisch
(= als Erkrankung die Blutgefäße selbst betreffend)
als auch funktionell-vasospastisch
(= überschießende Gefäßverengung)
bedingt sein. Dabei sind fließende Übergänge wie beim
Ergotismus (siehe unten) oder dem
Morbus Raynaud (siehe unten) möglich.
Die Symptome (=
Krankheitszeichen) der organischen
arteriellen Durchblu
tungsstörungen hängen vom Ausmaß der
Stenosierung (= Verengung) ab,
aber auch davon, wie rasch sich diese entwickelt, denn bei langsamem
Fortschreiten können sich Kollateralen
(= Gefäße, die eine Verengung umgehen)
bilden.
Deshalb reicht die klinische Symptomatik
(= Krankheitszeichen) von einer unbestimmten Mißempfindung in den
Bei
nen
über die klassische
Claudicatio intermittens
(= "Schaufensterkrankheit")
bis zu heftigsten akuten Schmerzen, verursacht durch eine Embolie
(= plötzlicher Gefäßverschluß). Bei Belastung zunehmende
Schmerzen, Blässe und Untertemperatur der Haut, abgeschwächte oder fehlende
periphere Pulse und Neigung zu Nekrosen
(= abgestorbenes Gewebe) (hpts. Fü
ße oder Händ
e) sind die charakteristischen Merkmale.
Patienten mit einem Beinschmerz bei obliterierender Atherosklerose
(= zum Verschluß führende Verhärtung des Gefäßbindegewebes)
weisen in der Regel die bekannten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie
Nikotinmißbrauch, hoher Blutdruck und Fettstoffwechselstörungen auf.
Manifestiert sich die Krankheit in relativ jugendlichem Alter, vor allem bei
Männern, muß bei exzessivem Nikotinmißbrauch an eine Thrombangi
tis obliterans (=
Blutgefäßwandentzündung, die zum Verschluß führt)
gedacht werden. Ätiologisch
(= bezüglich einer Ursache) wird eine Autoimmunreaktion
( = gegen körpereigene Stoffe gerichtete Antikörper)
vermutet.
Arterielle Durchblu
tungsstörungen bei Diabetikern sind meist
mit einer
Polyneuropathie kombiniert, die sehr häufig im Vordergrund steht.
Sie äußert sich zunächst in Kribbelparästhesien
(= kribbelnde, z.T. auch
schmerzhafte Mißempfindungen), später in brennenden Schmerzen, oft sockenförmig und schließlich in
Hypästhesie (=
herabgesetzte Empfindlichkeit). Auch
kommt es zu
Wadenkrämpfe.
Beim Mor
bus Rayna
ud
bzw. dem
Raynaud Syndrom, das häufig bei
Kollagenosen (z.B. Sklerodermie)
(= verhärtende Bindegewebsveränderungen)
auftritt, führen Gefäßspasmen zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr einzelner Gl
ieder und damit zu Schmerzen, bevorzugt
in den Bei
nen,
in schweren Fällen sind auch Nekrosen
(= Absterben von Körpergewebe)
möglich.
Schmerzen in den Armen oder
Bei
nen
wie bei der arteriellen Versch
lußkrankheit, die bei üblicherweise
fehlenden Risikofaktoren vor allem von Frauen im jüngeren oder mittleren Alter
angegeben werden, können Folge eines Ergot
ismus
(= Vergiftung durch
"Mutterkorn") sein. Deshalb ist die
Frage nach einer Migränevorgeschichte mit
Mißbrauch von Ergotam
in
(= ein Mittel gegen den akuten Mi
gräneschmerz)
zwingend.
Beinschmerz bei
venösen (=
die Adern betreffende)
Erkrankungen:
Häufigste Störung des venösen Systems ist die chronisch venöse Insuffizienz
auf der Grundlage einer venösen Abflußstörung. Diese Stauung äußert sich in
tagsüber zunehmendem Schwere- und Schmerzgefühl sowie in Beinschwellungen. Eine
venöse Insuffizienz liegt vor, wenn der Knöchelumfang morgens und abends um mehr
als 1,5 cm differiert. Bei der klinischen Untersuchung fallen eine Varikosis
(= dichtes Geflecht
oberflächlicher Krampfadern), eine livide
(= bläuliche, fahle) Verfärbung
der Haut, Ödem (=
Schwellung) und Pigmentstörungen auf.
Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung kann es zu ausgedehnten trophischen
(= mit Zeichen einer
Mangelernährung einhergehenden)
Störungen mit
Ulcera cruris
(=
Beingeschwür,
offenes Bein)
kommen, begleitet von hartnäckigen Venensch
merzen.
Häufiger verbleiben nach einer akuten Thrombophlebi
tis
(= Venenentzündung
mit Verschluß durch Blutgerinnsel)
oder Thrombose
(= Bildung von Blutgerinnsel)
hartnäckige und oft auch heftige Venensch
merzen aufgrund eines sog.
postthrombotischen Syndroms
(= Krankheitszeichen die auf
eine vorangegangene Thrombose zurückzuführen sind).
2) Beinschmerz aufgrund
einer Störung / Erkrankung
des Isch
ias
(Nervus isch
iadicus)
und seiner Endäste
Der Begriff "Ischialgie"
beschreibt einen Beinschmerz, der im Verlauf des Isch
ias-Nervs
(G
esäß, rückwärtiger Ober-, äußerer und hinterer Unterschen
kel sowie Fu
ß bis zur Großzehe vor) auftritt, wobei die Schmerzen aber nicht den
kompletten Nervenverlauf umfassen müssen, sondern es können je nach Ursache auch
einzelne Abschnitte betroffen sein.
Eine der häufigsten Ursachen für einen Beinschmerz im Ausbreitungsgebiet des N.
isch
iadicus
ist der periphere Projek
tionsschmerz
(= mehr oberflächliche Schmerzausstrahlung bzw. Schmerzverlagerung)
bei Affektionen (= Störungen, Erkrankungen)
der spinalen (= das Rückenmark betreffenden)
Ner
venwurzeln L4-S3. Eine Isch
ialgie
aufgrund dieser Schmerzursache geht meist, aber nicht zwingend, mit Schmerzen im
Lumbalbereich (Lumbalgie)
einher, in diesem Falle lautet die Diagnose dann
Lumboischialgie.
Die echte Isch
ias-Neuralg
ie
(Isch
iadikus-Neuralg
ie), als eigenständiges Krankheitsbild, gekennzeichnet durch einen
attackenförmigen Beinschmerz von wenigen Sekunden Dauer entlang des
Nervenverlaufs ist selten.
Nicht selten entstehen Isch
ias-Schmerzen
infolge von Verletzungen oder iatrogen
(= durch ärztliche Einwirkung
verursacht) durch Operationen
im Bereich der
Hüfte und des
Oberschenkels. Meist bestehen dann Dauerschmerzen bzw. länger anhaltende
Schmerzepisoden.
Ein Beinschmerz kann auch durch falsch gesetzte Spritzen ins Ges
äß entstehen. Gefürchtet sind dabei
besonders Rheumamittel. Das Schmerzbild ist dem einer
Kausalgie Komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ II,
CRPS Typ II)
(= typische Schmerzen bei einer
Nerv
enverletzung)
ähnlich (brennender Schmerzcharakter mit schmerzhaften Empfindungsstörungen).
Eine schmerzhafte Neur
itis
(Ner
venentzündung)
des Isch
ias
kann durch die Zuckerkrankheit (auch im Rahmen einer
Polyneuropathie) oder auch durch Alkoholmißbrauch entstehen. Der
länger anhaltende Beinschmerz tritt bei dieser Ursache meist beidseitig auf.
Auch Vergiftungen mit einem Schwermetall (z.B. Thallium, Blei, DDT)
können im Sinne einer Neur
itis
zu einer Isch
ialgie
und damit zu einem Beinschmerz führen. Typisch sind dabei motorische und
sensible (= die Muskelkraft und die Empfindung betreffende)
Störungen oder gar Ausfälle.
Ein isolierter Beinschmerz
im Bereich der Unterschenkelaußenseite und des Fußrückens kann auf ein Fib
ulaköpfchen-Syndrom
zurückzuführen sein. Am Fib
ulaköpfchen
(= Köpfchen des Wadenbeins)
liegt der N. peroneus communis
(= ein Nervenast des
Is
chias) unmittelbar am Knochen und kann dort leicht komprimiert werden, so z.B.
durch einen Gipsverband, oder durch Brüche und Verrenkung in diesem Bereich. Für
ein Fib
ulaköpfchen-Syndrom
sind nach unten ausstrahlende Schmerzen bei Druck auf den Nerv hinter dem
Köpfchen des Wadenbeins typisch.
Das subakute oder chronische
Tibialis anterior-Syndrom,
ebenfalls ein sog. Kompressionssyndrom, geht mit Schmerzen an der Schienbeinvorderseite
einher, verursacht durch eine Nervenkomp
ression
in der Tibialisloge
(= die sog. Streckerloge, ein Raum mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit).
Das akute Ti
bialis
anterior-Syndrom ist ein Notfall, der
sofort operativ behandelt werden muß (Druckentlastung durch Spaltung der
bindegewebigen Muskelumhüllung).
Das vordere
Tarsaltunnelsyndrom entsteht am Fu
ßrücken durch Kompression des N. peroneus
profundus (= Nervenast des
Is
chias)
unter dem Ligamentum cruciatum
(= gekreuztes Bindegewebsband), so z.B. durch zu
enges Schuhwerk. Druck auf das Ligamentum verstärkt die Beschwerden am Fu
ßrücken.
Das hintere Ta
rsal
tunnel-Syndrom,
ebenfalls ein sog. Komp
ressionssyndrom,
entsteht durch eine Kompression zwischen Innenknöchel und Retinaculum
flexorum (= Halteband
für die Beugemuskulatur zwischen Innenknöchel und
Fers
enbein). Typischerweise treten Schmerzen und Gefühlsstörungen an der Fu
ßsohle, vor allem beim Gehen und nachts
auf.
Die
Morton Neuralgie, eine sog. Metata
rsalgie
(= Mittelfu
ßschmerz)
ist auf eine Neurombildung
(= gutartige Nervenauftreibung)
durch Druck auf die Nn. digitales II-IV (=
Nerv
en,
die die Zeh
en versorgen)
zurückzuführen. Die Patienten klagen über brennen
de Schmerzen im Bereich der vorderen Fu
ßsohle. Der brennen
de Schmerzcharakter gibt Anlaß zur
Verwechslung mit einer
Sympathalgie
(= Schmerzen aufgrund einer Reizung des unwillkürlichen Nervensystems).
3)
Beinschmerz
(chronischer) aufgrund einer Störung /
Erkrankung des vorderen
Oberschenkelnervs (Nervus femoralis) und seiner Endäste
Irritationen und
Schädigungen des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis) können entsprechend
dem ausgedehnten Versorgungsbereich zu einem vielfältigen Beinschmerz führen.
Der Nerv versorgt sensorisch
(= die Empfindlichkeit betreffend)
die Vorderseite und die mehr untere Innenseite des Oberschenkels sowie die
mittlere Knieregion und streifenförmig die Haut an der inneren und vorderen
Fläche des Unterschenkels bis zum inneren Fu
ßrand (N. saphenus
(= Endast des N. femoralis)).
Im Verlauf des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis) gibt es aber bevorzugte
typische Irritations- oder Schädigungslokalisationen:
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- Nervenwurzel n L1-L4 (= 1. bis 4. Lendenwirbelsäulensegment); |
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- im Becke n: Kompression durch Tumoren des Beckens und des |
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---weiblichen Genitale, Operationen wie Herniotomie (= Leis tenbruch- |
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---Operation), Hysterektomie (= Entfernung der Gebärmutter), TEP |
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---(= künstliches Hüftgelenk) und aortofemoraler Bypass (= künstliche |
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---Gefäßverbindung zwischen der Bauch- und Oberschenkel- |
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---schlagader, darüberhinaus Aneurysmen (= krankhafte Wandausbuchtungen einer Schlagader), |
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---Einblutungen infolge einer Behandlung mit Marcumar (= ein Mittel zur |
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---Blutverdünnung) und Bestrahlungsfolgen; |
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- Bereich des Ligamentum inguinale (= Leistenband): Kompression durch |
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---eine Schenkelhernie (= Leistenbruch); |
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- Bereich des Kniegelenks: Ergußbildung (Reizerguß). |
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4)
Beinschmerz aufgrund einer
Störung / Erkrankung von (anderen)
Ner
ven
des Pl
exus lumbal
is
(= Nervengeflecht der mehr oberen
Lendenwir
belsäule)
Die
Meralgia paraesthetica ist eine isolierte
Neuritis
(=
Nerv
enentzündung) des Nervus
cutaneus femoris lateralis und äußert sich in einem brennenden Beinschmerz und
Empfindungsstörungen an der Oberschenkelaußenseite sowie Druckschmerz einwärts
vom vorderen oberen Darmbeinstachel.
Ursachen: mechanisch (Komp
ressionssyndrom,
bedingt durch Druck unter dem Leistenband oder auch Druck- oder Zugeffekte im
Nervenverlauf, v.a. am Austrittsort aus dem Becke
n), toxisch
(= durch Gifteinwirkung
verursacht) z.B. bei Alkoholismus,
infektiös (= durch
Ansteckung verursacht) z.B. bei
Syphilis.
Beinschmerz in Folge einer Störung oder Schädigung des Nervus obturatorius:
Entsprechend dem Versorgungsgebiet treten Schmerzen und Parästhesien
(= schmerzhafte
Mißempfindungen) im Bereich des
mehr unteren und inneren Oberschenkels mit Ausstrahlung ins innere und untere
Kniegelen
k auf. In seinem relativ achsennahen Verlauf
kann der Nerv durch benachbarte Prozesse geschädigt werden: z.B.
Bandscheibenvorfall, Störungen im Bereich des M. psoas
(= Mus
kel im Becke
n) und Prozesse im
kleinen Becke
n. Auch bei Beckenbrüchen ist der Nerv
gefährdet.
Das seltene War
tenberg-Synd
rom
ist durch einen wandernden Beinschmerz gekennzeichnet, der im Versorgungsbereich
des N. obturatorius (Oberschenkelinnenseite), N. cutaneus femoris lateralis
(Oberschenkelaußenseite) und N.
femoral
is
(vorderer Ober- sowie innerer und vorderer Unterschen
kel) auftritt. Typischerweise kommen Beschwerden in der oberen Extrem
ität (bevorzugt Schul
ter und
H
a
nd)
hinzu. Die Ätiologie
(= Ursache) und Pathogenese
(= Entstehung / Entwicklung)
dieser wandernden Pol
yneur
itis (= En
tzündung mehrerer
Ner
v
en) sind unbekannt.
Behandlung bei einem
Beinschmerz (chronischer):
Je nach Ursache eines Beinschmerzes gibt es oft eine auf die Grundkrankheit
abgestimmte Therapie (z.B. optimierte Zuckereinstellung bei diabetischer Pol
yneuropathie).
Häufiger reicht diese aber nicht aus, um das Hauptproblem, nämlich die
Schmerzen, zu beherrschen. Dann sind allgemeine schmerztherapeutische
Behandlungsmethoden gefragt, die oft bei verschiedenen Grundkrankheiten die
gleichen sind, da sie sich nach den Schmerzen und deren Ausdehnung und nicht
mehr vorrangig nach der Ursache richten. Ein Dauerschmerz erfordert praktisch
immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren. Die auch für einen
Beinschmerz üblichen Therapieverfahren der Speziellen Schmerztherapie sind:
Wenn ein chronischer Beinschmerz längerfristig besteht, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
*
Bei der sog.
kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird vorübergehend (z.B. 10-14 Tage
lang) ein dünner Kunststoffschlauch
dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen
Ner
ven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In
bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch
den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche
Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft
erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit
begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen Ner
ven
betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert.
Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die
auf eine verminderte Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerative
Prozesse zurückzuführen sind, hilfreich ist.
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